Spuren im Schnee Teil 1

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Ein richtiger Winter ist ja etwas sehr Seltenes geworden. Zumindest hier in Deutschland. Vor einigen Tagen hatte ich hier im Knüllwald, wo ich wohne, das Glück ein paar Schneetage zu erleben. Allerdings auch nur in den höheren Lagen. Davon erzähle ich Euch:Ich liebe es, kleine Details zu entdecken, wenn ich durch den Wald gehe, die ein gewöhnlicher Sonntagsspaziergänger gerne übersieht. Es liegt so viel Schönheit in den kleinen Spuren und so viel Lebendigkeit.
Noch vor Kurzem – bevor ich meinen geliebten Waldläufer traf – wusste ich garnicht, wie nah uns die Wildnis kommt. Wusstet ihr, das beim Pilzesammeln in der jungen Dickung ein Reh oder sogar ein Wildschwein schon mal beobachtet? Wenn ihr auf einem Waldweg lauft, ist es möglich, dass vor 5 Minuten noch ein Hirsch den selben Weg nahm und sogar Losung absetzte (das heißt er ging aufs Waldklo). Heute kann ich diese Spuren lesen und manchmal sehe ich dann auch ein Tier, das so majestetisch und wild ist, wie ich es als Mensch nie sein kann.
Der Winter ist eine gute Zeit, um solche Spuren zu finden, denn da kann ich sie “schwarz-auf-weiß” sehen. Es erfordet ein bisschen Theorie, aber – und das ist das Schöne – viel Praxis. Nur wer sich auf in den Wald macht, kann Tiere und ihre Spuren sehen.

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Wenn ich in den Wald gehe sehe ich als Erstes solche Spuren. Diese Spuren sind nicht etwa von einem Luchs, der hier lebt oder einem Wolf, der schon ab und zu hierher wandert. Sie sind vom Haushund.
Wenn ich nur den großen Wegen folge, dann springt vielleicht zufällig mal ein Reh oder ein Fuchs über den Weg, doch ich will wirklich in die Natur und so gehe ich die kleinen Wege, wo der Schnee so hoch ist, dass meine Schuhe, Strümpfe und sogar die Hosenbeine nass werden. Aber ich weiß ja, dass es sich lohnen wird.

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