Spuren im schnee Teil 4 – Das Reh

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Man sagt immer: Das scheue Reh. Dabei kann man gerade dieses Tier relativ oft sehen. Das liegt zum einen daran, dass neben den Wald auch Feldrain, Brache und sogar große Parks und Kleingartenanlagen zu ihrem Lebensraum gehören. Ich habe schon auf dem großen Stadtfriedhof in Göttingen Rehlosung gefunden.Zum anderen flüchtet das Reh sehr spät. Es duckt sich vielmehr in sein Versteck bis der störende Mensch wenige Meter herangekommen ist. Durch seine muskulösen Hinterbeine kann es dann kraftvoll und schnell wegspringen. Außerdem kehrt es meist nach kurzer Zeit wieder zu diesem Versteck zurück.Früher bin ich einem sehr bekanntem Irrtum erlegen: Das Reh ist das Weibchen vom Hirsch. Ich weiß garnicht woher dieser Unsinn kommt. Sind wir wirklich schon so verstädtert, das wir ein Reh-Hirsch-Pärchen im Wald und die lila Kuh auf der Weide vermuten? Ich bin jedenfalls froh, dass meine Tochter (2 1/2 Jahre) schon einen Rehbock und eine Ricke, Hirschkühe und männliche Hirsche gesehen hat und beides nicht für ein und dieselbe Art hält. Sie kann sogar schon Dammhirsch sagen. Das Reh ist deutlich kleiner als der Hirsch und wirkt auch zarter. Auch sein Geweih ist viel kleiner, dafür spitzer. Irrtümlicher Weise wird es in der Jägersprache als Gehörn bezeichnet. Dabei ist ein Gehörn ein permanent wachsendes Horn wie z.B. bei der Ziege, beim Muffelwild oder beim Steinbock. Das Reh dagegen hat ein Geweih, wie der Hirsch, das er jedes Jahr abwirft und wieder neu bildet.

In der Ernährung ist das Reh viel wählerischer als der Hirsch. Es frisst am liebsten zarte Nahrung, wie junge Kräuter und konzentrierte Nahrung, wie Knospen und junge Triebe.

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Die Rehspuren sind an den sehr kleinen Hufen recht einfach zu erkennen. Man kann sie höchstens mit denen von Wildschweinfrischlingen verwechseln. Letztere ziehen aber niemals allein, sondern in Rotten oder zumindest mit Geschwistern und Mutter. Im Gegensatz dazu ist das Reh ein Einzelgänger. Selbst zur Paarungszeit bildet es keine Brunftrudel. Der Rehbock erwartet seine Partnerin vielmehr im eigenen Revier. Der Rehbock, das kein eigenes Revier besitzt hat auch schlechte Chancen, ein paarungswilliges Weibchen zu finden. 

Ein Reh in der Natur zu treffen ist ähnlich einfach bzw. schwer, wie einen Hasen zu sehen. Wenn ihr relativ leise aber aufmerksam lauft habt ihr eine Chance, dass direkt neben euch ein über die Büsche von euch wegspringt. Viel Glück! 

1 Kommentar

  1. Alexander sagte,

    März 30, 2008 um 3:23

    Das war gut bei mir im Wald gibt auch Rehe und Hirsche. :)


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