Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Bundesamt für Naturschutz (BfN) geben gemeinsame Erklärung ab:

Franz August Emde, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesamt für Naturschutz

28.01.2008

Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Bundesamt für Naturschutz (BfN) geben gemeinsame Erklärung ab:Im Blickfeld stehen die Themen Jagd, Zerschneidung von Wäldern und GentechnikBonn/Berlin, 28.Januar 2008: Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Prof. Jessel und der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, MdB Georg Schirmbeck betonen auf einem ersten Treffen in Berlin, dass das Ökosystem Wald, das in Deutschland über 30 % der Gesamtfläche bedeckt, eine herausragende Bedeutung insbesondere für den Klimaschutz, die Biodiversität und die Grundwasserneubildung und -reinhaltung hat. Über Zwei Millionen private und öffentliche Waldeigentümer bewirtschaften 10,7 Millionen Hektar Wald. Insgesamt stocken im deutschen Wald 3,4 Milliarden Kubikmeter Holz, das – unter Wahrung einer naturverträglichen Nutzung – für Holzwerkstoffe, Schnittholz und für die Papierverarbeitung benötigt wird. Um auch weiterhin dieses Ökosystem zu erhalten, ist es dringend erforderlich, dass angepasste Schalenwildbestände im und mit dem Wald leben, dass die Zerschneidung des Waldes beschränkt wird und dass auf gentechnisch veränderte Organismen im Wald verzichtet wird.

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Frühlingserwachen Teil 1. – Die Brennnessel

Schaut mal aus dem Fenster, ist es nicht schön?! der Himmel ist blau, die Sonne strahlt die Berge und die Wälder an. Man könnte denken, der Frühling ist schon da. Dabei ist es noch eisig kalt und morgens sieht man eine feine Decke von Raureif auf den Wiesen. Wenn man es schon Wiesen nennen mag, dieses grau-braune Ödland. Aber nicht so vorschnell! Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass die Natur sehrwohl schon erwacht ist. Ganz klein und zart stecken einige Frühaufsteher ihre Triebe unter dem Laub vom letzten Jahr hervor und Schneeglöckchen, Krokuss und Co kündigen die Farbenpracht des Frühjahrs an.Was man da alles entdecken kann…

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An Wiesenrändern, Waldrändern, in „ungepflegten Gärten“ und auf Brachflächen findet man noch die hellbraunen, manchmal bis mannshohen Stengel der Brennnessel vom letzten Jahr. Es handelt sich hier meist um die Große Brennnessel, die von der kleinen Brennnessel aber kaum zu unterscheiden ist. Eine Unterscheidung ist aber meiner Meinung nach auch nur für Botaniker bzw. Homöopathiker von Bedeutung.  Die Brennnessel ist ein sogenannter Stickstoffanzeiger, d.h. überall wo reichlich und überreichlich Nahrung für die Pflanzen im Boden ist, wächst unter anderem die Brennnessel sehr gern.  Von den meisten Menschen, besonders Gärtnern und Landwirten wird sie als Unkraut bekämpft, weil sie die liebevoll gepflegten und gedüngten Beete und Felder besiedelt, sich durch ihre anspruchslose Natur stark ausbreitet. Auch sensible Spaziergänger finden sie so garnicht angenehm. Sie pickst, hat keine auffälligen bunten Blüten (sondern unscheinbare grüne) und ist ein Bewohner von „Dreckecken“.

Dabei ist sie so wichtig – z.B. als Wohnort und Nahrung einiger Schmetterlingsarten bzw. deren Larven, z.B. Admiral, Distelfalter, Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge. Und welcher Nauturfreund freut sich nicht über Schmetterlinge.

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Was meint ihr denn, warum die Brennnessel so pickst? Ganz einfach: Sie muss sich vor Fraßfeinden schützen, denn sie ist sehr lecker. Früher, als es noch nicht so viele Süßigkeiten und Fast food gab, haben auch Menschen sie noch gern gegessen oder sie als Tee getrunken. Selbst dem Nesselgift, der Ameisensäure, konnten sie noch etwas Gutes abgewinnen; das soll nämlich gegen Rheuma helfen.

Das Brennen der Brennnessel kommt von der Ameisensäure (klar: Säure brennt), die sich in kleinen hohlen Haaren auf der ganzen Pflanze (ausgenommen der Wurzel) befindet. Bei Berührung kratzen diese Haare brichr deren Spitze ab und die Pflanze injeziert die Flüssigkeit wie mit einer Spritze unter die Haut, was dann bei Mensch und Tier ein mehr oder weniger lang andauerndes Jucken bzw Brennen verursacht. Man kann sich aber daran gewöhnen. Nach dem ich ein halbes Jahr lang Brennnesseln gepflückt habe, wird meine Haut kaum noch rot, das Brennen ist kaum schmerzhaft und verschwindet innerhalb von Minuten. 

Wenn ich Brennnessel als Salat oder Spinat zubereiten möchte, will ich mich trotzdem nicht picken, da mein Mundraum wesentlich empfindlicher ist, als meine Hände. Das Besondere an den Nesselhaaren ist, dass sie nur einmal brennen. Also wenn ich alle Haare breche, dann entweicht die ganze Ameisensäure nach draußen und kann mich nicht mehr ärgern. Ganz Verwegene können das gleich in der Natur ausprobieren: Reibe ein Blatt der Brennnessel zwischen den Händen, bis es nicht mehr pickst. Danach kannst du einfach essen und den unverwechselbaren Geschmack kennenlernen. Er ist mit einem gewöhnlich Kopfsalatblatt nicht vergleichbar. Er ist intensiv und nussig, trotzdem frisch und leicht. Köstlich, finde ich!

Für einen ganzen Salat ist dieses Verfahren aber zu mühsam. Besser ist da ein Nudelholz oder was euch sonst noch einfällt. Wichtig ist: Alle Nesselhaare müssen brechen. Kochen ist nicht unbedingt notwendig, aber wenn ihr ganz sicher dem Picksen entgehen wollt, dann wird das Erhitzen und Wässern nach dem Schneiden und Reiben bestimmt auch noch das letzte Nesselhaar vernichten. Nach dem Erhitzen schmeckt die Brennnessel wieder ganz anders: erdig und nährend.

 Der Brennnesseltee kann als sanfte Medizin und als Unterstützung zu anderen Therapien genutzt werden. Er wirkt leicht abführend und spült die Nieren durch und kann daher regulierend auf die Verdauung einwirken, bei Gicht oder Rheuma lindernd wirken oder als Fastentee entschlacken. Aber vorsichtig, er ist auch appetitanregend! Außerdem soll er die Milchbildung anregend, weswegen er in Stilltees verwendet wird.>

Spuren im Schnee Teil 5 – Das Wildschwein

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Wildschweine sind sehr auffällig. Man kann ihre Spuren im Wald sehr leicht erkennen. Sie scheinen eine Vorliebe zu haben, Schutzzäune, die gerade wegen ihnen gebaut werden, zu durchbrechen. Es entstehen dann solche Löcher am Boden des Zaunes. Dort sieht man dann auch die typische Schweinefährte:

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Das Wildschwein ist ein Paarhufer wie Hirsch und Reh, deshalb sieht die Wildschweinspur den Spuren dieser beiden Arten ähnlich. Allerdings kann man bei deutlichen Spuren das sogenannte Geäfter sehen. Das sind „Finger- bzw. Zehen“, die nicht zum Huf gehören. Der paarige Huf des Schwarzwildes wird aus zwei „Fingern“ gebildet, wobei das jeweils letzte Glied mit Horn überzogen ist. Das Schwarzwild läuft also - wie alle Paarhufer – auf den Finger- und Zehenspitzen!

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Eine einzelne Fährte sieht man allerdings selten, denn Wildschweine leben im Allgemeinen in sogenannten Rotten. Nur alte Keiler und Bachen kurz vor dem Setzen (Gebären) ziehen allein. Deshalb sieht man meist eine breite Spur von mehreren verschiedenalten Wildschweinen. Oft sieht man im Wald auch Stellen, an denen Wildschweine gewühlt haben. Das sieht so aus, als hätte jemand mit dem Spaten umgegraben. Wildschweine benutzen ihren kurzen breiten Rüssel, in dem sich viele Sinneszellen befinden, um in der Erde essbares zu finden. Sie können außerdem sehr gut riechen. Wildschweine sind Allesfresser. Sie fressen die Früchte des Waldes (Buchecker, Nüsse, Eicheln etc.), Kräuter, Wurzeln, Feldfrüchte, aber auch Insekten, Aas und manchmal jagen sie sogar kleine Tiere wie Mäuse, Hasen oder sogar schwache Kitze. Ihre vielseitige Ernährung und ihre Fähigkeit, sich rasch vermehren zu können, macht sie zu Schädlingen für Forst- und Landwirte.Wildschweine sind eigentlich scheu, wie alle wilden Tiere, aber ich sehe sie am liebsten, wenn ich mich an einem sicheren Ort befinde, denn:sie finden in menschengemachtem Abfall noch Nahrung und sind deshalb immer öfter in Menschennähe zu sehen

alte Keiler, sind mir körperlich deutlich überlegen und manchmal wissen sie das auch.

Bachen mit Frischlingen verteidigen aggressiv ihre Jungen

Wildschweine flüchten oft nur ins nächste Gebüsch und wenn sie sich irgendwann in die ecke getrieben werden, können
  sie irgendwann die „Flucht nach vorn“ antreten

Kurz: Es gibt in Zeitung und TV immer mal wieder Meldungen über Waldspaziergänger, die von Wildschweinen angegriffen wurden und deshalb habe ich gehörigen Respekt vor diesen Tieren.

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Falls du Schweine treffen willst, dann solltest du einen Jäger oder Förster kennen, der dich mal auf einen Hochsitz lässt oder dich sonst irgendwie absichern (auf einen Baum klettern vielleicht…). Wenn du unverhofft auf Wildschweine triffst und sie flüchten, dann bleib ruhig und freu dich. Wenn dich ein Wildschwein angreifen will, dann nicht flüchten! Das Schwein ist eh schneller als du und dann könntest du tagelang nicht mehr sitzen, wenn es dich in den Hintern trifft. Besser ist: Du reißt die Arme nach oben oder machst dich sonstwie größer, machst Lärm oder sonstwas, um das Tier einzuschüchtern. So hast du vielleicht eine Chance, das Tier doch noch zu verjagen. Wenn du Angst zeigst zeigst du Schwäche, aber wenn du stark und wütend wirkst, dann bekommt der andere Angst und rennt weg. Viel Glück!

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