| Franz August Emde, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bundesamt für Naturschutz 28.01.2008
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Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Bundesamt für Naturschutz (BfN) geben gemeinsame Erklärung ab:
Februar 19, 2008 um 7:42 (Naturschutz, natur, wald)
Tags: Gentechnik, Jagd, Naturschutz, wald
Die Wölfe sind wieder da
Februar 12, 2008 um 7:08 (Naturschutz, wald)
Tags: Lupus, NABU, Oberlausitz, Sachsen, Wolf, Wolfsprojekt
NABU-Aktionsplan Wolf
Nach rund 150 Jahren wurden im Jahr 2000 in Deutschland erstmals wieder Wolfswelpen von einer in Freiheit lebenden Wölfin geboren. Die Geburt der Jungwölfe in der sächsischen Oberlausitz war der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits ab Mitte des letzten Jahrhunderts mit vereinzelt einwandernden Wölfen aus den östlichen Nachbarländern begann. Zwischen 1945 und 1990 versuchten mindestens 22 Wölfe erfolglos – sie wurden geschossen oder fielen dem Straßenverkehr zum Opfer – in Deutschland wieder Fuß zu fassen. Ab den 90er Jahren traten Wolfsbeobachtungen in Brandenburg und Sachsen häufiger auf. Aktuell (Mai 2005) ist davon auszugehen, dass in Sachsen wieder etwa sechs bis zehn Wölfe leben.
Spuren im Schnee Teil 5 – Das Wildschwein
Februar 11, 2008 um 7:07 (natur, wald)
Tags: natur, Schnee, Spaziergang, Spuren, wald, Wildschwein, Winter
Wildschweine sind sehr auffällig. Man kann ihre Spuren im Wald sehr leicht erkennen. Sie scheinen eine Vorliebe zu haben, Schutzzäune, die gerade wegen ihnen gebaut werden, zu durchbrechen. Es entstehen dann solche Löcher am Boden des Zaunes. Dort sieht man dann auch die typische Schweinefährte:
Das Wildschwein ist ein Paarhufer wie Hirsch und Reh, deshalb sieht die Wildschweinspur den Spuren dieser beiden Arten ähnlich. Allerdings kann man bei deutlichen Spuren das sogenannte Geäfter sehen. Das sind „Finger- bzw. Zehen“, die nicht zum Huf gehören. Der paarige Huf des Schwarzwildes wird aus zwei „Fingern“ gebildet, wobei das jeweils letzte Glied mit Horn überzogen ist. Das Schwarzwild läuft also - wie alle Paarhufer – auf den Finger- und Zehenspitzen!
Eine einzelne Fährte sieht man allerdings selten, denn Wildschweine leben im Allgemeinen in sogenannten Rotten. Nur alte Keiler und Bachen kurz vor dem Setzen (Gebären) ziehen allein. Deshalb sieht man meist eine breite Spur von mehreren verschiedenalten Wildschweinen. Oft sieht man im Wald auch Stellen, an denen Wildschweine gewühlt haben. Das sieht so aus, als hätte jemand mit dem Spaten umgegraben. Wildschweine benutzen ihren kurzen breiten Rüssel, in dem sich viele Sinneszellen befinden, um in der Erde essbares zu finden. Sie können außerdem sehr gut riechen. Wildschweine sind Allesfresser. Sie fressen die Früchte des Waldes (Buchecker, Nüsse, Eicheln etc.), Kräuter, Wurzeln, Feldfrüchte, aber auch Insekten, Aas und manchmal jagen sie sogar kleine Tiere wie Mäuse, Hasen oder sogar schwache Kitze. Ihre vielseitige Ernährung und ihre Fähigkeit, sich rasch vermehren zu können, macht sie zu Schädlingen für Forst- und Landwirte.Wildschweine sind eigentlich scheu, wie alle wilden Tiere, aber ich sehe sie am liebsten, wenn ich mich an einem sicheren Ort befinde, denn:sie finden in menschengemachtem Abfall noch Nahrung und sind deshalb immer öfter in Menschennähe zu sehen
alte Keiler, sind mir körperlich deutlich überlegen und manchmal wissen sie das auch.
Bachen mit Frischlingen verteidigen aggressiv ihre Jungen
Wildschweine flüchten oft nur ins nächste Gebüsch und wenn sie sich irgendwann in die ecke getrieben werden, können
sie irgendwann die „Flucht nach vorn“ antreten
Kurz: Es gibt in Zeitung und TV immer mal wieder Meldungen über Waldspaziergänger, die von Wildschweinen angegriffen wurden und deshalb habe ich gehörigen Respekt vor diesen Tieren.
Falls du Schweine treffen willst, dann solltest du einen Jäger oder Förster kennen, der dich mal auf einen Hochsitz lässt oder dich sonst irgendwie absichern (auf einen Baum klettern vielleicht…). Wenn du unverhofft auf Wildschweine triffst und sie flüchten, dann bleib ruhig und freu dich. Wenn dich ein Wildschwein angreifen will, dann nicht flüchten! Das Schwein ist eh schneller als du und dann könntest du tagelang nicht mehr sitzen, wenn es dich in den Hintern trifft. Besser ist: Du reißt die Arme nach oben oder machst dich sonstwie größer, machst Lärm oder sonstwas, um das Tier einzuschüchtern. So hast du vielleicht eine Chance, das Tier doch noch zu verjagen. Wenn du Angst zeigst zeigst du Schwäche, aber wenn du stark und wütend wirkst, dann bekommt der andere Angst und rennt weg. Viel Glück!